- Verteilung des Körpervolumens
Die Verteilung des Körpervolumens wird von dem Body-Mass-Index nicht berücksichtigt.Ein Beispiel: Der Boxer Vitali Wladimirowitsch Klitschko (Größe: 2,02 Meter, Gewicht 112 kg) hat einen BMI von 27,45. Das bedeutet eigentlich: leichtes bis mittleres Übergewicht (BMI 26-30). Während ein untrainierter Mann bei einem BMI von 27,45 bereits einen deutlich sichtbaren Bauch hat und Speckröllchen die Figur ruinieren, wird niemand auf die Idee kommen, Herrn Klitschko als übergewichtig zu bezeichnen. Zum geringen Teil liegt es daran, dass Muskeln schwer sind als Fett. Der Hauptgrund für die unterschiedliche Erscheinung liegt aber in der anderen Verteilung des Gewebes. Klitschko hat beispielsweise einen Brustkorbumfang von 1,18 Meter und einen Bizeps von 43,5 cm.
Es ist folglich einen großer Unterschied, ob das Gewicht am Bauch sitzt oder gut verteilt am Körper.
- Niedriges Körpergewicht und trotzdem keine gute Figur
Die Verteilung des Körpergewichts erklärt oft die Klagen von einigen Frauen mit beispielsweise einem BMI von 19 bis 22 über Ihrem Gewicht. In vielen Fällen wird nicht erkannt, dass ein eventuelles optisches Problem nicht an einem zu hohen Körpergewicht liegt sondern einfach daran, dass der Körper zu wenig trainiert ist. Dies führt zu einer unvorteilhaften Verteilung des Volumens. Straffes, trainiertes Gewebe sieht außerdem optisch viel attraktiver als untrainiertes Gewebe aus. Der Unterschied ist besonders deutlich an den Problemzonen Bauch und Oberschenkeln zu sehen.
- Muskeln sind schwerer als Fett
Bei besonders muskulösen Menschen wie zum Beispiel Bodybuildern oder Boxern liefert der Body-Mass-Index kein richtiges Ergebnis. Der BMI berücksichtigt nämlich nicht, dass Muskeln schwerer als Fett sind.
Wenn Muskeln dichter als Fett sind, weshalb sehen trainierte Menschen bei gleichem Körpergewicht viel schlanker aus, als untrainierte Menschen?
Bei der Beurteilung des Körpergewichts kommt es nicht nur auf das Volumen, sondern auch auf die Verteilung des Volumens an. |